DC Lüfter sind grundsätzlich bürstenlos. Die Kommutierung erfolgt elektronisch. AC Lüfter haben keine Kommutierung, das Drehmoment wird über Phasenverschiebung im Motor erzeugt.

Bei DC Lüftern wird die Drehzahl über die Betriebsspannung oder einen PWM Eingang gesteuert.

SEPA Gleitlagerlüfter Lüfter haben eine typische Lebensdauererwartung (MTTF) von 210.000h und Kugellagerlüfter von 350.000h. Dieser Wert bezieht sich auf den Dauerbetrieb bei einer Betriebstemperatur von 40°C und ist stark temperaturabhängig.

Achtung! Bei Bewertung von Lebensdauerangaben immer die Temperaturangabe vergleichen.

Beides sind statistische Angaben, die über eine große Anzahl von Prüflingen bei Nennbedingungen ermittelt werden.

L10 gibt die Ausfallwahrscheinlichkeit von 10 % über „n“ Stunden an, während MTBF (Mean Time Between Failure) die durchschnittliche Zeit zwischen zwei Ausfällen, ebenfalls über eine große Anzahl von Prüflingen, ermittelt.

Da Lüfter in der Regel nicht repariert werden, entspricht der erste Fehler einem Ausfall MTTF (Mean Time To Failure). Die Werte beziehen sich stets auf eine bestimmte Temperatur. Die Angaben in den SEPA EUROPE Datenblättern basieren auf 40°C.

Kaum, da die Lagerbelastung sehr gering ist, tritt fast kein Verschleiß auf. Die Lebensdauer wird überwiegend von der Alterung des Schmierstoffes bestimmt und die ist unabhängig von der Drehzahl.

Nein, ganz im Gegenteil. Durch häufiges Ein- und Ausschalten wird der Lagerverschleiß, besonders bei Gleitlagersystemen, stark erhöht und kann sogar zu frühzeitigem Ausfall führen. Abschalten des Lüfters ist dann sinnvoll, wenn dieser nur sehr selten, etwa bei gelegentlich auftretender Extremtemperatur, zugeschaltet wird.

Nur bedingt. Die in den Datenblättern angegebenen Werte sind Luftschall, die an einem weich aufgehängten Lüfter, frei ausblasend, in 1 m Entfernung, unter Berücksichtigung des Frequenzganges der Ohrempfindlichkeit (A-Bewertung) in einem schallgedämpften Raum ermittelt werden. Im Gerät sind die Verhältnisse ganz anders. Körperschall, Resonanzen und der Arbeitspunkt des Lüfters beeinflussen die tatsächliche Geräuschentwicklung stark.

Das Geräusch ist extrem abhängig von der Drehzahl. Bei einer Halbierung der Drehzahl sinkt das Geräusch um 10-15 dB(A)! Da die Drehzahltoleranz bis zu ±15 % betragen kann, ist eine Geräuschtoleranz von ±2 dB(A) und mehr nicht ungewöhnlich. Mit zwei, nicht unmittelbar nebeneinander angeordneten, langsam drehenden Lüftern, erreicht man niederere Geräuschpegel als mit einem, der mit hoher Drehzahl läuft.

Der Volumenstrom eines Lüfters ist abhängig vom Gegendruck, der im Gerät durch den Luftwiderstand entsteht. In den Datenblättern sind nur die beiden Extremwerte, Volumenstrom ohne Gegendruck (frei ausblasend) und maximaler Druck (Volumenstrom 0, geschlossenes Gehäuse) angegeben. Beides entspricht nicht der Praxis. Zusätzlich findet man die Kennlinie, die den Verlauf zwischen diesen Extremwerten angibt. Der typische Arbeitsbereich eines Axiallüfters liegt im Bereich zwischen 20 und 30 % des Maximaldruckes und muss immer unterhalb der für diese Lüfterbauform typischen Einsattelung sein. Der Betrieb bei zu hohem Gegendruck (z.B. durch zu kleine Ansaug- oder Ausblasöffnungen) erhöht das Geräusch sehr stark.

Ja. IP55 wird durch eine Schutzlackierung der Leiterplatte realisiert und IP68 über einen Vollverguss des gesamten Motors.   

Gleitlager funktionieren nach dem hydrodynamischen Prinzip. Im Idealfall schwimmt die drehende Welle auf einem Ölfilm. Kugellager bestehen aus zwei Lagerschalen in denen sich Stahlkugeln in einem sogenannten Kugelkäfig rollend bewegen. Die Kugeln sind gefettet und die Lagerschalen mit zwei Deckscheiben abgedichtet.

Derzeit ist der MF15B05 mit nur 15x15x4.5 mm der kleinste Lüfter im Programm.

Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne 3D Daten zu.

SEPA EUROPE ist spezialisiert auf kundenspezifische Lösungen. Die Lüfter können auch mit allen handelsüblichen Steckern und mit diversen Litzenlängen geliefert werden.

Bei SEPA EUROPE erhalten Sie eine vielfältige Auswahl an Befestigungsmöglichkeiten wie Schrauben und Lüftermanschetten. 

Chip Cooler können z.B. mit TCT Klebepad oder HERNON Wärmeleitkleber befestigt werden. 

Eine Befestigung mit Schrauben ist ebenfalls möglich.

Radiallüfter werden im Idealfall mit Schrauben befestigt 

Es gibt keine eindeutig bessere Anordnung. Die Platzierung muss so gewählt werden, dass die kritischen, zu kühlenden Bauteile am besten umströmt werden. Bei saugender Anordnung erhält der Lüfter die kühlere Außenluft, was die Lebensdauererwartung erhöht. Der Lüfter kann auch im Geräteinneren und nicht an den Außenwänden angeordnet werden. In diesem Fall muss der Überdruckteil des Gerätes luftdicht von der Unterdruckseite abgetrennt sein.

Grundsätzlich sind beides optionale Ausgangssignale zur Überwachung der ordnungsgemäßen Lüfterfunktion. Eine Fehlfunktion führt zu einer Änderung des Ausgangssignales, was entsprechend ausgewertet werden kann. Der Alarmausgang ist mit dem Kollektor eines Schaltransistors verbunden, der im Fehlerfall umschaltet. Der Ausgang wird über einem Vorwiderstand (Pull-up) mit einer Spannungsquelle verbunden. Standard ist der Übergang von L nach H im Fehlerfall. Der Tachoausgang liefert im Betrieb ein drehzahlproportionales, rechteckähnliches Ausgangssignal.

Mit dem Tachosignal lässt sich das ordnungsgemäße Arbeiten eines DC Lüfters genau überwachen. Bei drehendem Propeller wird über den Rotormagneten zweimal oder dreimal pro Umdrehung ein Schalttransistor angesteuert. Der Tachoausgang wird über einen (Pull-up) Widerstand mit einer positiven Spannungsquelle verbunden. Der Ausgang liefert eine rechteckähnliche Frequenz, die der 2- oder 3-fachen Ist-Drehzahl entspricht. Bleibt der Lüfter stehen, wird das Ausgangssignal dauerhaft L oder H sein. Über die Frequenz des Tachosignales kann auch eine echte Drehzahlregelung erfolgen.

Das PWM Eingangssignal moduliert die Spannungsversorgung der Motorspulen so, dass diese je nach der Pulsweite (= Einschaltdauer) zwischen 30 und 100 % eingeschaltet werden. Die Taktfrequenz liegt mit ca. 23 kHz außerhalb des Hörbereiches.

Gemeint ist hier eine pulsweitenmodulierte Betriebsspannung. Bei den meisten Lüftern funktioniert das. Allerdings sollte die Low Spannung nicht unter 2,5V fallen, damit das Motor IC nicht bei jedem Puls ausgeschaltet wird.

Die Betriebsspannung eines DC Lüfters kann, je nach Modell, 5 V, 12 V, 24 V oder 48 V sein. Andere Spannungen sind möglich, aber nicht verbreitet. Die Toleranz der Versorgungsspannung ist ±10 %. Beim Hochlaufen des Lüfters wird kurzzeitig ein Startstrom in der 2-3-fachen Höhe des Nennstromes benötigt. Die Stromversorgung muss diesen Strom liefern können. Herkömmliche AC Lüfter benötigen eine Nennspannung von 110 V, 230 V oder 400 V und entwickeln eine Drehzahl, die proportional der Netzfrequenz ist.

Ja, wenn es sich um modellgleiche Lüfter handelt. Dabei müssen beide Lüfter mittels parallel geschalteten Z Dioden gegen Überspannung geschützt werden, falls ein Lüfter blockiert. Beide Z Dioden in Serie müssen eine höhere Z Spannung haben als die Spannungsversorgung abgeben kann.

Dabei sind Toleranzen zu berücksichtigen:
(Z1 + Z2) * 0,95 > UN * 1,1

Beispiel:
2 Lüfter für 12 V an einem 24V-Netzteil, geschützt mit 15V Z-Dioden:
(15+15) * 0,95 = 28.5 > 24 * 1.1 =26.4.
Die vorgeschalteten Z Dioden müssen so dimensioniert sein, dass sie auch bei blockiertem Lüfter nicht überlastet werden.

Ja, bis 60% der Nennspannung bei 5V-Lüftern und bis 40 % der Nennspannung bei 12V- und 24V-Lüftern sind möglich. Dabei muss eine Startspannung von ≥ 85% der Nennspannung kurzzeitig anliegen, um das Hochlaufen von Lüftern nach längerer Ruhepause und tiefen Temperaturen sicherzustellen. Die Lüfterspannung kann einfach mit einer Z Diode oder einem Vorwiderstand verringert werden, wenn man einen Elektrolytkondensator parallel zum vorgeschaltetem Bauteil anordnet. Das vorgeschaltete Bauelement muss so dimensioniert sein, dass es auch bei blockiertem Lüfter nicht überlastet wird.

AC Lüfter können nicht über die Betriebsspannung gesteuert werden, da die Drehzahl mit der Netzfrequenz verknüpft ist.

Elektronisch kommutierte AC Lüfter mit einem vorgeschalteten AC/DC Wandler nennt man EC Lüfter.

Diese neue Generation an Wechselspannungslüftern arbeiten sehr wirtschaftlich, da sie, im Vergleich zu herkömmlichen AC Lüftern deutlich weniger elektrische Leistung benötigen. Weitere Vorteile sind die Unabhängigkeit der Drehzahl von der Netzfrequenz und ein Weitbereichseingang, passend für praktisch alle weltweit vorkommenden Netz-Spannungen und -Frequenzen. EC Lüfter können optional auch mit Tachoausgang und 0-10V-Steuereingang ausgerüstet werden.